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Helmut König – Ein Leben für WESTWIEN

Prof. Mag. Helmut König, langjähriger Spieler, Trainer und Obmann unseres Vereins und echtes „Ur-Gestein“ der WESTWIEN-Familie hat seine Funktion in der Vereinsleitung zurückgelegt und wird sich dadurch aus dem operativen Vereinsgeschäft zurückziehen.

Mit allergrößtem Respekt danken wir Helmut für seinen jahrzehntelangen Einsatz und seine großen Verdienste rund um WESTWIEN! 

 

Im Interview erinnert sich Helmut König an seine Anfänge und erzählt über seine ereignisreichen Jahrzehnte mit dem Verein.

 

Wie waren deine ersten Berührungspunkte mit dem Handball?

„Das war eigentlich Zufal. Ich bin 1955 von meinem damaligen Turnlehrer zum Geräteturnen der UWW geschickt worden, die waren aber an diesem Tag auf einem Wettkampf und die Handballer haben die Hallenzeit belegt. Dort habe ich einfach mitgemacht und bin dabei geblieben. Danach habe ich zuerst in der Schulmannschaft und dann im Verein Feldhandball und Hallenhandball gespielt und war dort der Kapitän meines Teams.“

Wie sind deine Erinnerungen an den Feldhandball?

„Feldhandball bedeutete laufen, laufen und nochmals laufen was den hohen Anteil an Grundlagenausdauer, Sprinttraining und leichtathletisches Schnelligkeitstraining erklärte. Nachdem schon damals eine Art Man-to Man Deckung praktiziert wurde und die Stürmer (rechter/linker Flügel, Halbpositionen und Mittelstürmer ergänzt durch einen Läufer der aus der Deckung immer mit in den Angriff ging – es durften sich in der gegnerischen Angriffshälfte immer nur 6:6 Spieler aufhalten – , über Schnelligkeit und einen scharfen, wuchtigen, platzierten Wurf verfügen mussten, war meine Rolle die des Mittelstürmers.“

Wie war dann dein Werdegang als Trainer?

„Ich habe schon während meines Studiums 1961 begonnen die Schulmannschaft des Goethegymnasiums zu trainieren habe und habe dann später als Lehrer in dieser Schule das Projekt Schulhandball begonnen. In den folgenden Jahren ist es gelungen eine intensive Zusammenarbeit mit der Handballsektion von UWW herzustellen und ich habe in Personalunion als UWW-Trainer und der Schulmannschaft gearbeitet. Im Juni 1973 habe ich dann als einer der ersten Kandidaten die Staatliche Trainerprüfung abgelegt und dann die Erste Männer Mannschaft von UWW übernommen.“

Das Projekt im Goethegymnasium hat viele spätere Nationalteamspieler hervorgebracht. Was waren die größten Erfolge mit dem Schulteam?

„Wir haben uns zwischen 1982 und 2000 6x für die Schulweltmeisterschaft qualifiziert. Der größte Erfolg war dabei sicher der Vizeweltmeistertitel 1990 in Israel, wo wir uns nur im Finale mit zwei Toren Spanien geschlagen geben mussten.“

Du hast über Jahrzehnte dann auch den österreichischen Handball mitgeprägt. Was waren hierbei die Meilensteine?

„Nachdem ich auf der Universität Wien den Lehrauftrag für Bewegungslehre und Methodik bekommen habe ist das Angebot des ÖHB gekommen die Leitung der Trainerausbildung zu übernehmen. Ein sehr wichtiger Punkt war ganz sicher die Entwicklung moderner und variabler Deckungsformen im Jugendbereich und Maßnahmen zu setzen die Ausbildung den Erfordernissen der neuen Spielkultur anzupassen. Auf allen Lizenzebenen der Trainerausbildung sind hier aktuelle Lehrinhalte entwickelt worden und Hospitationsprojekte zum Beispiel in Berlin und Balingen entstanden.“

Wie siehst du die Entwicklung von WESTWIEN über all die Jahre?

„Die Erfolgsgeschichte von UWW bestand immer im Vorhandensein einer klaren Grundphilosophie. WESTWIEN wollte sich immer den eigenen Jugendspielern mit voller Aufmerksamkeit widmen um sie so zu entwickeln, dass sie step-by-step, in den Kader der ersten Mannschaft aufgenommen werden konnten, um dann tragende Funktionen einzunehmen. Natürlich gab es Ups and Downs, doch die Guidelines blieben, unabhängig vom jeweiligen Trainer, immer gleich. Österreichischen Spitzenspielern zu entwickeln und gleichzeitig aber auch ein Augenmaß dafür zu haben, dass ein Spieler sich beruflich weiter entwickeln will und hier auch ein Angebot im „Hobbybereich“ in der Wiener Liga zu stellen, sind sicher Eckpfeiler des Vereins.  Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, dass nach und nach alle ausländischen Profis abgegeben wurden und UWW heute nur mehr mit jungen, „promising“ Spielern in die Meisterschaft startet.

Ich wünsche mir, dass dieser Weg auch in Zukunft kompromisslos weitergeführt wird und bin überzeugt davon, dass viele Erfolge auf WESTWIEN warten!“